Das Vitra Design Museum

Es ist vielleicht ein bisschen frech zu behaupten, dass das fabulöse Vitra Design Museum in Basel angesiedelt ist, wenn es doch eigentlich über der Grenze in dem kleinen deutschen Städtchen Weil am Rhein liegt. Aber kein Kunstliebhaber besucht die Stadt, ohne die 30- minütige Busrundfahrt mitzunehmen. Aufgebaut wurde das Museum von dem namensgebenden Schweizer Möbel- Design Unternehmen und dem Eigentümer Rolf Fehlbaum im Jahre 19Vitra_Design_Museum89, und es teilt sich einen weit erstreckenden Campus mit architektonischen Meisterwerken von Zaha Hadid und dem Architekten Tadao Ando. Das Hauptgebäude, ein weißes dekonstruktivistisches Wirrwarr aus Kurven und abgewinkelten Kästen, war Frank Gehrys erstes europäisches Bauwerk. Und neben dem Vitra Haus, ein ausladender Bau mit einer Vielzahl an länglichen Glashäusern, welche von den aus Basel kommenden Alchemisten Herzog und de Meuron geschaffen wurden, gibt es eben eine der weltweit größten Sammlungen an modernen Möbeln und Lichtdesigns. Diese basieren zum größten Teil auf den Nachlässen von Charles und Ray Eames, Alvar Aalto und Dieter Rams. Diese kamen erst in den 1990er Jahren dazu, da das Vitra Museum einst als kleiner exklusiverer Ausstellungsort gedacht war, bevor die ersten international beachteten Exhibitionen entstanden sind.

Alle Ausstellungsstücke werden auf zwei Hauptplattformen ausgestellt. Es gibt informative Touren über die Architektur und die verschiedenen Sammlungen, und es gibt ein abwechslungsreiches Programm an zeitlich begrenzten Ausstellungen, welche die Möbel in einem wechselnden und sich weiter entwickelnden Kontext ändern. Die am Vitra Campus ausgestellten Möbel und Gegenstände können dort getestet und erworben werden, natürlich meist auf Bestellung. Man sollte als Besucher darauf achten, dass viele Gebäude auf dem Campus nur im Rahmen einer Architektenführung besucht werden können, denn der Campus hat einen öffentlichen und einen nichtöffentlichen Bereich.

Aktuell können Besucher eine Ausstellung über Girard besichtigen. Girard war einer der einflussreichsten Textildesigner und Innenarchitekten des 20sten Jahrhunderts und er war bekannt für seine Detailgenauigkeit und Vielfalt.

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